API
Auch bekannt als: Programmierschnittstelle · Application Programming Interface
API bezeichnet eine definierte Schnittstelle, über die zwei Softwaresysteme automatisiert Daten austauschen, ohne dass jemand manuell etwas überträgt.
Eine API legt fest, welche Daten und Funktionen ein System einem anderen zur Verfügung stellt und in welcher Form die Anfragen und Antworten aussehen. Statt dass ein Mensch Daten aus System A abliest und in System B eintippt, ruft die eine Software die API der anderen direkt auf und bekommt strukturierte Daten zurück. Das funktioniert nur, wenn beide Seiten dasselbe Schnittstellenformat sprechen, üblicherweise heute meist über HTTP mit JSON.
In der Praxis merkt man eine API daran, dass zwei eigentlich getrennte Systeme, etwa ein Onlineshop und eine Warenwirtschaft, ohne manuellen Export-Import-Schritt denselben Datenstand zeigen. Anbieter von Software veröffentlichen dafür meist eine Dokumentation, welche Funktionen ihre API bereitstellt und wie man sich dafür authentifiziert. Nicht jede Software hat eine offene API, manche lassen sich nur über Umwege oder gar nicht automatisiert anbinden.
Ein verbreitetes Missverständnis: Eine vorhandene API bedeutet nicht automatisch, dass zwei Systeme kompatibel sind. Beide Seiten müssen dieselben Datenfelder in derselben Bedeutung verwenden, und Änderungen an einer API können bestehende Verbindungen brechen, wenn niemand die Version im Blick behält.
Was das im Betrieb heißt
Im Betrieb erkennt man einen fehlenden oder ungenutzten API-Zugang meist daran, dass Mitarbeiter Bestellungen, Lagerbestände oder Kundendaten doppelt in zwei Systeme eintippen. NDVDL prüft bei einer Systemintegration zuerst, welche APIs die beteiligten Programme überhaupt anbieten, bevor eine Anbindung geplant wird.
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