QoS
Auch bekannt als: Quality of Service
QoS (Quality of Service) priorisiert bestimmten Datenverkehr im Netzwerk, damit zeitkritische Anwendungen auch bei Auslastung zuverlässig funktionieren.
Netzwerkgeräte behandeln Datenpakete normalerweise gleich und leiten sie in der Reihenfolge weiter, in der sie ankommen. QoS (Quality of Service) durchbricht dieses Prinzip gezielt: Bestimmte Verkehrsarten werden bevorzugt weitergeleitet, wenn eine Leitung ausgelastet ist, statt einfach nach dem Zufallsprinzip zu konkurrieren. Es existiert, weil nicht jede Anwendung Verzögerungen gleich gut verträgt.
Ein klassisches Beispiel ist IP-Telefonie neben großen Dateiübertragungen: Ein Sprachpaket, das eine Zehntelsekunde zu spät ankommt, macht sich als Aussetzer oder Roboterstimme bemerkbar, während ein Backup, das eine Sekunde länger braucht, niemand bemerkt. Mit QoS-Regeln werden Sprachpakete am Router oder Switch markiert und bevorzugt weitergeleitet, während der große Dateitransfer wartet, bis wieder Kapazität frei ist.
Ein verbreitetes Missverständnis ist, QoS würde zusätzliche Bandbreite schaffen. Das stimmt nicht: QoS verteilt nur vorhandene Kapazität nach Priorität um. Ist die Internetleitung grundsätzlich zu klein für den täglichen Bedarf, hilft QoS bestenfalls, die wichtigsten Anwendungen etwas länger stabil zu halten, löst aber nicht das eigentliche Kapazitätsproblem.
Was das im Betrieb heißt
Für einen Betrieb mit IP-Telefonie, Videokonferenzen oder anderen zeitkritischen Anwendungen neben normalem Datenverkehr lohnt sich QoS, sobald spürbare Aussetzer bei Telefonaten während größerer Downloads oder Backups auftreten. NDVDL richtet QoS-Regeln bei Netzwerkprojekten für Betriebe in Wien, Niederösterreich und der Slowakei entsprechend der tatsächlich genutzten Anwendungen ein.
Ist das bei Ihnen sauber gelöst?
Wir schauen uns an, wie es bei Ihnen tatsächlich aussieht — und sagen ehrlich, ob etwas zu tun ist.
Verwandte Begriffe
Alle BegriffeEin Begriff aus Ihrem Angebot fehlt hier?
Schicken Sie uns die Stelle, die Sie nicht verstehen. Wir erklären sie — ohne dass daraus gleich ein Auftrag werden muss.