Backup & Verfügbarkeit

RPO (Recovery Point Objective)

Auch bekannt als: Wiederherstellungspunkt

Kurz erklärt

Der RPO legt fest, wie viel Datenverlust zwischen dem letzten Backup und einem Ausfall höchstens hinnehmbar ist.

Der RPO (Recovery Point Objective) beschreibt, wie alt die Daten nach einer Wiederherstellung maximal sein dürfen - also wie viel seit dem letzten Sicherungspunkt verloren gehen darf. Er existiert, weil zwischen zwei Backups immer eine Lücke liegt, und diese Lücke muss für jedes System bewusst festgelegt werden, statt sich zufällig zu ergeben.

In der Praxis zeigt sich der RPO am Backup-Intervall: Wird einmal täglich gesichert, beträgt der RPO im schlechtesten Fall fast 24 Stunden - alles, was seit der letzten Sicherung eingegeben wurde, ist bei einem Ausfall unmittelbar davor verloren. Für ein System mit laufenden Bestellungen kann das ein ganzer Arbeitstag an Daten sein, für ein selten geändertes Archiv spielt es kaum eine Rolle.

Der häufigste Fehler ist, den RPO mit dem RTO zu verwechseln. Ein Beispiel macht den Unterschied klar: Fällt ein Server um 14 Uhr aus und das letzte Backup war um 6 Uhr, beträgt der RPO acht Stunden Datenverlust - unabhängig davon, wie lange die Wiederherstellung selbst dauert, denn das wäre der RTO.

Was das im Betrieb heißt

Für einen Betrieb heißt das: Ein tägliches Backup kann für ein Archiv völlig ausreichen, aber für eine Bestellverwaltung, in der stündlich neue Aufträge entstehen, einen ganzen Arbeitstag Datenverlust bedeuten. NDVDL legt Backup-Intervalle so fest, dass der akzeptierte Datenverlust pro System tatsächlich zum Geschäft passt.

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