Der häufigste Kostenfehler: Kameras vor der Frage auswählen
Viele Anfragen beginnen mit der Kameraanzahl: 'Wir brauchen acht Kameras für das Gelände.' Die Frage, die zuerst geklärt gehört, lautet aber: Was soll die Kamera erkennbar machen? Eine Übersichtsaufnahme, die zeigt, dass sich jemand dem Tor nähert, braucht eine andere Optik als eine Kamera, die ein Kennzeichen bei Nacht lesbar aufzeichnen soll – und die unterscheidet sich wiederum deutlich von einer Kamera, die Gesichter für eine Identifikation auflösen muss.
Wird diese Frage übersprungen, entsteht entweder eine Anlage, die im Ernstfall nichts beweist, weil die Aufnahmen zu grob sind – oder eine Anlage, die für den tatsächlichen Zweck deutlich überdimensioniert und damit teurer ist als nötig. Beides kostet: das eine im Nachhinein, das andere sofort.
- Übersicht/Präsenz: geringere Anforderungen an Optik und Auflösung
- Kennzeichen erfassen: definierte Distanz, Blickwinkel und Beleuchtung nötig
- Gesichtserkennung: höchste Anforderungen an Auflösung, Position und Gegenlicht
- Die Antwort auf 'wozu' bestimmt die Kamerawahl, nicht umgekehrt