Die Kamera trifft selten die Ursache
Wenn jemand nach Videoüberwachung fragt, gibt es fast immer einen konkreten Anlass: etwas ist verschwunden, jemand war nachts auf dem Gelände, eine Tür stand offen. Fragt man weiter, landet man erstaunlich häufig bei etwas anderem als der Kamera — bei einem Bereich, in dem es schlicht zu dunkel ist, bei einer Tür, die nur zufällt statt zu schließen, oder bei einer Schlüsselverwaltung, die vor Jahren aufgehört hat, aktuell zu sein.
Diese Dinge zu ordnen ist unspektakulär und wird selten als Sicherheitsprojekt wahrgenommen. Es wirkt aber auf die Ursache und nicht auf deren Dokumentation. Eine Kamera hält fest, dass jemand durch eine Tür gegangen ist, die zu leicht aufgeht. Sie ändert nichts daran, dass die Tür zu leicht aufgeht.