Ein Modell kann nur lesen, was auffindbar ist
Die Vorstellung, ein Sprachmodell durchsuche einfach „alles, was da ist", unterschätzt, wie viel in einem Betrieb gar nicht als Datei existiert. Vieles steht in E-Mail-Verläufen, in handschriftlichen Notizen auf ausgedruckten Protokollen, in einer Tabelle, die eine Person pflegt, oder schlicht im Kopf des Kollegen, der die Anlage seit Jahren betreut.
Was nicht erfasst ist, kann keine Software erschließen. Ein KI-Werkzeug, das auf diesem Bestand aufsetzt, gibt keine falschen Antworten, weil es schlecht wäre — es gibt unvollständige Antworten, weil die Grundlage unvollständig ist. Der Unterschied ist für den Betrieb praktisch derselbe, aber er entscheidet darüber, wo man ansetzen muss.