IT-Sicherheit

Next Generation Firewall

Auch bekannt als: NGFW · Firewall der nächsten Generation

Kurz erklärt

Eine Next Generation Firewall prüft nicht nur Port und Absender, sondern erkennt auch, welche Anwendung den Datenverkehr erzeugt.

Eine Next Generation Firewall (NGFW) baut auf einer klassischen Firewall auf, schaut aber zusätzlich in den Inhalt der Datenpakete statt nur auf Absender, Ziel und Port. Damit kann sie erkennen, welche Anwendung tatsächlich hinter einer Verbindung steckt, selbst wenn diese über einen gewöhnlichen Port läuft. Das schließt eine Lücke, die reine Portfilterung offenlässt: Viele Programme nutzen heute dieselben Standardports wie normaler Webverkehr.

In der Praxis erlaubt eine NGFW Regeln auf Anwendungsebene, etwa 'Videokonferenzen erlauben, aber keine Dateiübertragung über denselben Kanal', statt nur ganze Ports zu sperren. Viele NGFW-Geräte bringen zusätzlich eine Angriffserkennung (Intrusion Prevention) mit, die bekannte Angriffsmuster im Datenverkehr erkennt. Für den Betrieb sichtbar wird das meist über Berichte, welche Anwendungen und welche Zielserver im Netz tatsächlich genutzt werden.

Ein Grenzfall: Nicht jede Firewall mit modernem Namen ist automatisch eine NGFW – entscheidend ist, ob sie den Inhalt der Verbindung tatsächlich auswertet oder nur die Kopfdaten. Umgekehrt löst eine NGFW eine ungepflegte Netzwerksegmentierung nicht von selbst; sie kontrolliert weiterhin nur die Grenze, an der sie eingesetzt ist.

Was das im Betrieb heißt

Für einen KMU-Betrieb lohnt sich eine NGFW dort, wo eine einfache Portfreigabe nicht mehr reicht, etwa wenn Homeoffice-Zugänge, Cloud-Anwendungen und Produktionsnetz über dieselbe Internetleitung laufen. NDVDL prüft im Rahmen einer Firewall-Planung, ob eine klassische Firewall ausreicht oder ob die Anwendungserkennung einer NGFW den tatsächlichen Bedarf abdeckt.

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