Strukturierte Verkabelung
Auch bekannt als: Universalverkabelung · Gebäudeverkabelung
Strukturierte Verkabelung ist ein genormtes, einheitliches Kabelsystem für Daten und Telefonie, unabhängig von den später angeschlossenen Geräten geplant.
Strukturierte Verkabelung ordnet alle Daten- und Telefonleitungen eines Gebäudes nach einem einheitlichen Schema, meist nach Normen wie ISO/IEC 11801 oder EN 50173, statt für jedes Gerät eine eigene Sonderlösung zu verlegen. Ziel ist, dass eine Dose an der Wand universell für PC, Drucker, Kamera oder WLAN-Access-Point nutzbar ist, unabhängig davon, was heute oder in fünf Jahren daran hängt.
In der Praxis führt von jeder Netzwerkdose ein durchgehendes Kabel zu einem zentralen Patchfeld im Serverschrank, dort wird es je nach Bedarf per Patchkabel mit einem Switch verbunden. Jede Dose und jeder Patchfeld-Port trägt eine eindeutige, dokumentierte Bezeichnung, damit sich jede Leitung im Gebäude ohne Suchen zuordnen lässt.
Ein häufiges Missverständnis ist, strukturierte Verkabelung bedeute zwangsläufig, alles neu zu verlegen. Auch bestehende Leitungen lassen sich nachträglich in ein System aus Dokumentation, Beschriftung und zentralem Patchfeld überführen. Fehlt dagegen die Dokumentation, ist selbst frisch verlegtes Kabel im Ernstfall nur schwer nachvollziehbar.
Was das im Betrieb heißt
In gewachsenen Betrieben zeigt sich fehlende strukturierte Verkabelung an unbeschrifteten Kabeln, die quer durch den Serverraum laufen und bei jeder Änderung neu verfolgt werden müssen. Ein sauber aufgebautes System spart bei jeder Erweiterung oder Störungssuche Zeit und reduziert das Risiko, beim Umstecken die falsche Leitung zu erwischen.
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